Was ist Kreatin?

Kreatin ist eine körpereigene Substanz, die eine zentrale Rolle in der schnellen Energieversorgung der Muskelzellen spielt. Es wird aus den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin gebildet und größtenteils in der Skelettmuskulatur gespeichert. Dort liegt es vor allem als Kreatinphosphat vor und unterstützt die schnelle Neubildung von ATP, der direkten Energiequelle für Muskelarbeit. Dadurch trägt Kreatin nachweislich zur Steigerung von Kraft, Schnellkraft und Leistungsfähigkeit bei. In kleineren Mengen wird Kreatin auch über Fleisch und Fisch aufgenommen, eine gezielte Supplementierung ermöglicht jedoch eine effektivere Speicherauffüllung.

Wer steht hinter Creapure®

Creapure® ist keine Handelsmarke eines Supplement-Unternehmens, sondern eine geschützte Qualitätsbezeichnung von Alzchem. Der deutsche Spezialchemie-Hersteller produziert seit über 25 Jahren Kreatin für medizinische, sportwissenschaftliche und ernährungsphysiologische Anwendungen. Der gesamte Herstellungsprozess findet ausschließlich in Deutschland statt.
Alzchem unterliegt dabei den strengen deutschen und europäischen Regularien für Chemie- und Lebensmittelproduktion. Die Herstellung erfolgt unter kontrollierten Bedingungen mit vollständig dokumentierten Prozessschritten. Jede Produktionscharge ist rückverfolgbar und wird analytisch überprüft. Damit unterscheidet sich Creapure® strukturell von vielen anonym produzierten Kreatinrohstoffen auf dem Weltmarkt.

Herstellungsprozess

Die industrielle Herstellung von Kreatin beginnt nicht mit einer Aminosäure oder einem synthetischen Zwischenprodukt, sondern mit zwei klassischen Grundstoffen der Chemie: Kalk und Kohle. Diese werden bei extrem hohen Temperaturen in einem Lichtbogenofen miteinander umgesetzt. Dabei entsteht Calciumcarbid, ein festes chemisches Zwischenprodukt.


Im nächsten Verfahrensschritt wird Calciumcarbid mit Wasser umgesetzt. Dabei entsteht Acetylen, ein reaktionsfreudiges Gas, das als Ausgangsstoff für die weitere Synthese dient. Aus Acetylen wird anschließend Cyanamid hergestellt. Diese Substanz stellt einen zentralen Baustein in der folgenden chemischen Reaktionskette dar.


Gemeinsam mit Sarkosin, einer organischen Verbindung mit natürlicher Verwandtschaft zu Aminosäuren, reagiert das Cyanamid über die sogenannte NCN-Kettenreaktion zum Kreatin-Grundmolekül. In diesem Stadium liegt Kreatin noch nicht in der für den menschlichen Körper optimal verwertbaren Form vor. Erst durch weitere Aufbereitungsschritte entsteht das bekannte Kreatin-Monohydrat.
 

GMP-Produktion

Die eigentliche chemische Umsetzung zu Kreatin erfolgt unter GMP-Bedingungen (Good Manufacturing Practice). Dabei wird eine Umgebung geschaffen, wie sie auch in der pharmazeutischen Wirkstoffherstellung üblich ist. Als zentrale Ausgangsstoffe dienen in dieser Phase Cyanamid und Natriumsarkosinat, beide in äußerst reiner Form.


Diese flüssigen Substanzen werden kontrolliert erhitzt, wodurch die gewünschte chemische Reaktion ausgelöst wird. Im Anschluss erfolgt eine gezielte Abkühlung. Das Reaktionsgemisch liegt anschließend als Suspension vor, in der sich feste und flüssige Phasen voneinander trennen. Diese Phasen werden mechanisch separiert.


Der verbleibende Feststoff wird mehrfach mit Wasser versetzt und erneut aufgeschwemmt. Diese wiederholten Waschschritte dienen dem gezielten Entfernen unerwünschter Nebenprodukte, Reaktionsreste und potenzieller Verunreinigungen. Dieser Reinigungsvorgang ist entscheidend für die spätere chemische Reinheit des Kreatins.

Trocknung

Nach der Stabilisierung und Reinigung wird das Kreatin in einem definierten Trocknungsprozess von überschüssiger Feuchtigkeit befreit. Der Wassergehalt spielt eine zentrale Rolle für die chemische Stabilität, die Lagerfähigkeit und die Löslichkeit des Produkts.
Während der Trocknung erfolgen kontinuierliche Messungen des Feuchtegehalts. Diese Inprozess-Kontrollen stellen sicher, dass der Trocknungsvorgang exakt zum optimalen Zeitpunkt beendet wird. Ein zu feuchtes Produkt würde an Stabilität verlieren, ein zu stark getrocknetes Produkt könnte sich später schlechter lösen. Erst nach Erreichen der exakt spezifizierten Werte darf das Produkt in den nächsten Verarbeitungsschritt übergehen.

Abfüllung

Um sicherzustellen, dass die zuvor erreichte Reinheit bis zur Auslieferung erhalten bleibt, erfolgt die Abfüllung von Creapure® unter Reinraumbedingungen. Der Zugang zur Abfüllanlage ist nur über Schleusensysteme möglich, in denen Schutzkleidung angelegt wird.
Die Luft wird permanent gefiltert, Partikelbelastungen werden kontinuierlich überwacht. Das fertige Kreatin wird in 25-kg-PE-Säcke abgefüllt, die zusätzlich in schützende Umkartons verpackt werden. Jede Charge wird mit Prüfprotokollen versehen, die später den Supplement-Herstellern zur Verfügung stehen. Zusätzlich erfolgen noch einmal unabhängige Laboranalysen, in denen auf Schwermetalle, Nebenprodukte, mikrobiologische Belastung und vollständige chemische Identität geprüft wird.
 

Fazit: Creapure® vs. China Kreatin

Chemisch betrachtet ist Kreatin-Monohydrat immer dieselbe Verbindung. Der leistungssteigernde Effekt hängt nicht vom Herkunftsland ab, sondern von der garantierten chemischen Reinheit. Der Unterschied zwischen Creapure® und vielen chinesischen Rohstoffen liegt daher nicht in der grundsätzlichen Wirksamkeit, sondern in der kontrollierten Produktion, der Rückverfolgbarkeit, der Anzahl der Reinigungsschritte und der analytischen Überwachung.
Creapure® zeichnet sich aus durch:

  • vollständig dokumentierte Herstellung in Deutschland
  • pharmazeutische Produktionsstandards
  • umfassende Inprozess- und Endkontrollen
  • transparente Rückverfolgbarkeit jeder Charge
  • konsequente Marktüberwachung


Diese Faktoren sorgen nicht für eine „stärkere“ Wirkung, wohl aber für maximale Produktsicherheit, reproduzierbare Qualität und ein minimiertes Risiko für Belastungen durch unerwünschte Nebenstoffe.