Die Testkandidaten


Im Test waren unter anderem Produkte von Rocka Nutrition, Bodylab24, Prozis, Myprotein, ESN, More Nutrition, fayn, Inlead Nutrition und Vit4ever.

 

Hier geht's zur gesamten Vergleichstabelle.

Preis: Wer bietet das beste Kilopreis-Verhältnis?

Beim Preisvergleich haben wir alle Produkte auf den Kilopreis umgerechnet und dauerhaft gültige Rabatte berücksichtigt. Dabei zeigte sich schnell eine enorme Spannbreite.

Bodylab24 positioniert sich klar im unteren Preissegment und bietet mit rund 19,99 € pro Kilogramm das günstigste Produkt im Test. Auch Myprotein und Prozis bewegen sich im preislich attraktiven Bereich.

Auf der anderen Seite stehen Rocka und More Nutrition, die mit über 50 € pro Kilogramm mehr als doppelt so teuer sind wie die günstigsten Anbieter. Hier zahlt man eindeutig einen Premiumpreis.

Doch Preis allein ist im Proteinvergleich nur die halbe Wahrheit. Entscheidend ist, was man für sein Geld bekommt.

Performance: Nährwerte & Aminosäuren


Ein zentrales Problem pflanzlicher Proteine ist ihr Aminosäureprofil. Einzelne Quellen wie Erbse, Reis, Hanf oder Soja sind für sich genommen weniger ausgewogen als Molkenprotein. Bestimmte essentielle Aminosäuren sind nur in geringen Mengen vorhanden, wodurch die biologische Wertigkeit sinkt.

Genau deshalb kombinieren viele Hersteller mehrere Proteinquellen miteinander. Durch diese Ergänzung kann das Aminosäureprofil deutlich optimiert werden. Besonders Rocka und Inlead setzen hier auf vier verschiedene Proteinquellen, um eine möglichst hohe Wertigkeit zu erzielen.

Einige Hersteller gehen sogar noch einen Schritt weiter und reichern ihre Produkte zusätzlich mit freien Aminosäuren an. Das machen unter anderem Vit4ever, Rocka und ESN. Dadurch lässt sich das Profil gezielt verbessern – allerdings kann das geschmackliche Auswirkungen haben.

Beim reinen Proteingehalt pro 100 Gramm liegt das Vit4ever Yummy Vegan Protein mit 80,9 g an der Spitze. Myprotein und ESN kommen dagegen nur auf rund 71 g.

Doch wir wollten es genauer wissen.

Unsere Performance Bewertung

Um die Performance zu bewerten, haben wir folgendes System angewendet:

Als erstes haben wir einen Makro-Score berechnet aus

  • Protein-Effizienz (70%)
    → Wie viele Gramm Protein sind pro Kilokalorie enthalten?
  • Zuckergehalt (20%)
    → Je niedriger, desto besser
  • Fettgehalt (19%)
    → Ebenfalls positiv bewertet bei niedrigen Werten
     

Außerdem einen Amino-Score, bestehend aus

  • Gesamtmenge an essentiellen Aminosäuren (EAA)
  • EAA-Dichte im Verhältnis zum Proteingehalt
  • Erfüllung der WHO-Referenzwerte
     

Fast alle getesteten Produkte erreichen die WHO-Empfehlungen.
Eine Ausnahme bildet Bodylab24, das beim Methionin leicht unter der Referenz liegt. MyProtein macht leider keine Angabe zu den Aminosäuren. Das wird in unserer Bewertung mit Punktabzügen bestraft.

Den Makro-Score und den Amino-Socre haben wir dann zu gleichen Teilen (50:50) in die Wertung einfließen lassen.

Rein auf Basis von Makronährstoffen und Aminosäuren liegt das Yummy Vegan Protein von Vit4ever knapp vorne. Es überzeugt mit hoher Protein-Effizienz und starker EAA-Dichte ohne WHO-Defizit.

Dicht dahinter folgt das Vegan Protein von Inlead Nutrition, das vor allem beim Aminosäurenprofil sehr ausgewogen performt.

Platz drei geht an das ALLVEGAN Protein von fayn, das ebenfalls starke Makrowerte liefert, insgesamt aber minimal zurückliegt.

 

Geschmack und Konsistenz


So entscheidend die Nährwerte sind, am Ende muss ein Proteinpulver auch schmecken. Und genau hier trennt sich bei veganen Proteinen oft die Spreu vom Weizen.

Jede pflanzliche Proteinquelle bringt ihren eigenen Charakter mit: Erbse wirkt häufig erdig, Reis kann sandig sein, Ackerbohne hat mitunter einen leicht bitteren Nachgeschmack und Soja bringt eine nussige Note mit.

Wir haben überwiegend die Geschmacksrichtung Zimt (Cereal) getestet, da diese im veganen Bereich besonders verbreitet ist. Wo sie nicht verfügbar war, sind wir auf Vanille ausgewichen und haben uns dabei darauf konzentriert, inwiefern unangenehme pflanzliche Nachgeschmäcker auftreten.


Myprotein überzeugt zwar bei der Konsistenz, fällt aber durch einen sehr deutlichen Erbsen-Nachgeschmack auf. Auch bei Bodylab ist die Ackerbohne im Abgang spürbar. Die neue Rezeptur von ESN ist deutlich besser als der Vorgänger, hinterlässt jedoch noch eine leichte Bitternote.


More Nutrition setzt auf eine andere Proteinbasis und ergänzt das Produkt sogar mit kleinen Zimt-Cerealien-Stückchen, geschmacklich konnte das jedoch keinen klaren Vorteil bringen.


Am süßesten sind die Varianten von Rocka. Beim Yummy Vegan Protein von Vit4ever merkt man die zugesetzten Aminosäuren minimal im Nachgeschmack, allerdings gelingt die Maskierung hier besser als bei Rocka.


Geschmacklich am rundesten wirkt am Ende Inlead, dicht gefolgt von fayn, das lediglich minimal dünnflüssiger ist. Prozis überrascht ebenfalls positiv und integriert den pflanzlichen Eigengeschmack sehr gut.

Ein knapper Testsieger

Am Ende kommt es darauf an, welche Kriterien man individuell am wichtigsten findet. Für unsere finale Gesamtwertung haben wir Performance mit 50 Prozent, Geschmack mit 30 Prozent und Preis mit 20 Prozent gewichtet.


Unter dieser Berücksichtigung ergibt sich ein klarer Sieger: Inlead.

Das Produkt liefert starke Nährwerte, ein sehr gutes Aminosäureprofil, überzeugt geschmacklich und bleibt preislich im vernünftigen Rahmen.

Vegan Protein

Inlead

Vegan Protein

500g

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3-5 WerktageLieferzeit
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Fayn landet knapp dahinter, gefolgt von Prozis. Vit4ever überzeugt zwar mit der besten reinen Performance, verliert jedoch durch leichte geschmackliche Abzüge in der Gesamtwertung.

Myprotein landet vor allem aufgrund fehlender Transparenz und geschmacklicher Schwächen deutlich weiter hinten.
 

Hier geht's zur gesamten Vergleichstabelle.